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Neuigkeiten 2015
Informationen zur Aktion
Ehrung verdienter langjähriger Feuerwehrleute in Schlusssitzung des Stadtrats Verdiente Feuerwehrleute wurden bei der Jahresschlusssitzung des Stadtrats ausgezeichnet. Im Bild (v. li) Kreisbandrat Timm Vogler, Kreisbandmeister Thilo Kraus, Franz Westermeyer (40 Jahre Dienstzeit), Dritter Bürgermeister Manfred Hofmann, Stefan Graß (25 Jahre Dienstzeit), Matthias Marr (25 Jahre Dienstzeit), Landrat Christian Meißner, Michael Kannengießer, Bürgermeisterin Christine Frieß, Thomas Geuß (Landratsamt), Michael Knorr und Kreisbrandinspektor Gert Bauer. Verdienste um die Feuerwehr Großer Bahnhof zum 75. Geburtstag von Georg Petterich Seinen 75. Geburtstag feierte Georg Petterich dieser Tage im Kreis der Familie und mit seinen Freunden und Nachbarn. Unvergessen ist bis heute der Einsatz von Georg Petterich für das Feuerwehrwesen. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst wurde ihm der Titel eines Ehren-Kreisbrandmeisters verliehen. Von der damaligen Feuerwehr- kreisführung machten ihm Siegfried Kerner, Günther Konrad, Helmut Müller und Heinz Münch ihre Aufwartung. Von der Feuerwehr Burgkunstadt gratulierte Vorsitzender Walter Petterich dem Ehrenkommandanten und Ehrenmitglied. Für die Feuer- wehr Mainroth, bei der Petterich ebenfalls Ehrenmitglied ist, dankte Vorsitzender Manfred Hofmann. Den guten Wünschen schlossen sich die Abordnungen des Haus- und Grundbesitzervereins, der Freien Wähler Burgkunstadt sowie der Sportangler Hochstadt an. Sie alle dankten Petterich für seinen ehrenamtlichen Einsatz. Ingrid Kohles Robert Konrad ist der neue Stadtmeister im Schafkopfen Burgkunstadt: Robert Konrad aus Burgkunstadt ist der neue Stadtmeister, der beim Schafkopfturnier der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt ermittelt wurde. Erste Bürgermeisterin Christine Frieß gratulierte ihm zu diesem Erfolg und überreichte ihm den von der Stadt Burgkunstadt gestifteten Wanderpokal. Sieger des Schafkopfturniers wurde Mathias Hümmer aus Woffendorf, gefolgt von Wiesner Peter aus Theisenort und Thomas Bauer aus Tiefenklein. Sie erhielten bei der Preisverleihung aus den Händen von Walter Petterich, dem Vorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt, die ausgelobten Geldpreise, alle anderen Spieler gingen mit wertvollen Sachpreisen nach Hause. Einer muss bei jedem Spiel der letzte sein, dieses Mal traf es Heinz Bittner aus Redwitz der den Trostpreis in Empfang nahm. Ein besonderes Dankeschön sprach Petterich bei der Siegerehrung allen Firmen für die großzügige Unterstützung bei den Sachpreisen aus und bedankte sich auch bei allen Helferinnen und Helfern, die durch ihren Einsatz viel dazu beitrugen, dass die Spieler in ruhiger und angenehmer Atmosphäre einen entspannten Kartabend verleben konnten. Ingrid Kohles Siegerehrung: Vorsitzender Walter Petterich (von rechts) und 1. Bürgermeisterin Christine Frieß gratulierten dem neuen Stadt- meister Robert Konrad und übergaben den Wanderpokal. Die Sieger des Turniers Mathias Hümmer und Peter Wiesner nahmen ihre Preisgelder in Empfang und der Letztplatzierte Heinz Bittner freute sich über den Trostpreis. Nicht auf dem Bild ist der Dritt- platzierte Thomas Bauer. Mit Seil und Helm - Wehrleute bilden sich in Absturzsicherung fort 14 weitere Freiwillige Feuerwehrleute können nun bei der Rettung von Menschen und Tieren, bei der Bekämpfung von Bränden und der technischen Hilfeleistung in absturzgefährdeten Bereichen tätig werden, teilt die Feuerwehr in einer Pressemitteilung mit. Die Ausstattung zur „Sicherung gegen Absturz“ besteht aus dem Gerätesatz Absturzsicherung, dieser ist mit seinem Inhalt darauf ausgelegt, Arbeiten im absturzgefährdeten Bereich vorzunehmen, beziehungsweise die Erstversorgung und Sicherung von Personen in diesen Bereichen zu ermöglichen. Grundlegende Kenntnisse Grundlegende Kenntnisse über die Leistungsfähigkeit und Anwendungsgrenzen der Ausrüstungsgegenstände sind die Basis für ein sicheres Arbeiten. Am 10. und 17. Oktober fand ein Lehrgang auf Landkreisebene bei den Feuer- wehren Lichtenfels und Michelau statt. Dort wurde den Kameraden und Kamerad- innen das Grundwissen der Absturzsicherung vermittelt. Auf diesem 20-stündigen Lehrgang lernten sie, wie sie in solchen Einsatz- situationen sicher, fachgerecht und schnell Hilfe leisten können. Die lebenssichernden Grundlagen wie Einsatzgrundsätze, Gerätekunde, Knoten und Stiche, Sicherungstechnik, Anschlagpunkte, Arbeit auf Dächern sowie waagerechter und senkrechter Vorstieg, wurden von Ausbildungsleiter und Kreis- brandmeister Jochen Bauer und seinem achtköpfigen Team der Absturzsicherung unterrichtet. Realitätsnahe Ausbildung Ein besonderer Dank gilt dem Klinikum sowie dem Landkreis Lichtenfels. Durch deren Einverständnis konnte an der Baustelle des neuen Klinikums eine realitätsnahe Ausbildung umgesetzt werden. Kreisbrandrat Timm Vogler verfolgte das Geschehen, bedankte sich für die erbrachte Leistung und überreichte am Ende des Lehrgangs folgenden Teilnehmern eine Urkunde: Max Konrad (Feuerwehr Burgkunstadt), Dominik Schwalme (FF Redwitz), Thomas Schüpferling (FF Lichtenfels), Mario Dück und Daniel Droschke (FF Weismain), Florian Wagner und Jochen Bargel (FF Bad Staffelstein), Marcel Fischer und Alexander Schmitt (FF Hochstadt), Christian Popp, Michael Oppel, Nina Oeser, Johannes Schnapp und Jeremias Krause (FF Altenkunstadt). Fünf neue Maschinisten - Fit an der Pumpe wie mit der Kettensäge  In 18 Ausbildungsstunden qualifizierten sich 21 Mitglieder aus elf Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Lichtenfels zum Maschinist für Tragkraftspritzen und Löschfahrzeuge. Dabei wurde an zwei Samstagen in Theorie und Praxis das umfangreiche Unterrichtsmaterial zur Motorenkunde, Arbeiten mit Kettensäge, Stromerzeuger und Trennschleifer, Unfallverhütung, Wasser- förderung, das Beseitigen von Störungen und das richtige Bedienen der Feuerlöschkreiselpumpen behandelt. Auch der Tank- und Hydrantenbetrieb von fest verbauten Fahrzeugpumpen wurde trainiert. Die Ausbildung hatten die Kreisbrandmeister (KBM) Richard Dumsky, Thilo Kraus und Matthias Müller sowie die Ausbilder David Cooper und Thomas Fischer übernommen. Am vergangenen Samstag schlossen alle ihre Maschinistenausbildung erfolgreich ab: Hierbei bewiesen die vier Damen, dass sie ihren männlichen Kollegen in Wissen und Können ebenbürtig sind. Richard Dumsky dankte allen Lehrgangsteilnehmern und den Ausbildern für ihren zeitopfernden ehrenamtlichen Dienst und gratulierte de neuen Maschinisten zur bestandenen Prüfung. Ihre Ausbildungszeugnisse erhielten: Patrick Röschlein (Freiwillige Feuerwehr Altenkunstadt); Michael Knorr, Bastian Kornitzky, Daniel Kreutzer, Michael Kreutzer, Horst Bock von Wülfingen (alle Burkunstadt); Laura Herold, Julia Merkel, Stefanie Nüßlein (alle Geuten- reuth); Alexander Krapp, Dominik Kleylein (beide Horb); Marko Ahles (Lichtenfels); Andreas Sonnabend (Michelau); Markus Knarr, Patrick Püls, Christian Vojer (Neudorf); Alexander Baier (Pfaffendorf); Laura Heid (Schwürbitz); Simon Knorr (Wallersberg/Mosenberg); Johannes Fuchs und Dominik Linz (Weiden). 1. Technik Messe Am Sonntag, 11. Oktober, findet erstmals im Rahmen der kommunalen Zusammenarbeit die Auto-und Gewerbemesse als Spezial- messe am Obermain in Burgkunstadt statt. Zahlreiche Aussteller präsentieren und verkaufen ihre Produkte, bieten ihren Service an und bereichern die Ausstellung mit abwechslungsreichen und interessanten Aktionen. Die Messe soll der Region und der Zu- sammenarbeit der drei Gemeinden sowie der örtlichen Geschäftswelt einen positiven Impuls geben. Programm: 10.00 Uhr • Beginn der Ausstellung 11.00 Uhr • Offizielle Eröffnung durch Frau Christine Frieß, Erste Bürgermeisterin, und Messerundgang der Bürgermeister Ab 11.30 Uhr • Aktionen der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt: Besichtigung der Löschfahrzeuge mit Stündlicher Vorführung von verschiedenen Löschtechniken 13.00 Uhr • Kart-Fahren für Kids mit dem ASC (bis 16.00 Uhr) 15.00 Uhr • Hip-Hop & Ballett der Tanzakademie Alice Göhl 17.00 Uhr • Ende der Messe Ganztägig finden verschiedene Aktionen der Aussteller statt. Mit Spezialfahrzeugen sind die Freiwillige Feuerwehr Burgkunstadt, der Automobil-Sport-Club (ASC) und die DLRG vor Ort. Für Kinder steht während der Messe das Spielmobil des Landkreises Lichtenfels mit Hüpfburg und Kinderschminken bereit. Außerdem gibt es eine Carrera-Rennbahn und einen Popcorn-Stand. Für das leibliche Wohl der Besucher sorgen die DLRG, die Freiwillige Feuerwehr Burgkunstadt, das Minigolf-Center Burgkunstadt, Günther-Bräu und der Weinhandel Susanne Herold. Das Organisation-Team bedankt sich bei allen Ausstellern und Versorgern für ihr Mitwirken und das Engagement und wünscht viel Erfolg. Ein herzliches Dankeschön gilt auch allen Teilnehmern, die sich bei der Gestaltung des Rahmenprogramms einbringen. Der Messeflyer, der das Programm und die beteiligten Betriebe enthält, liegt in Rathäusern und Geschäften zur Mitnahme bereit. Jugendleistungsmarsch Am 13. September hat die Feuerwehr Marktgraitz den 23. Jugendleistungsmarsch und den 24. Kreisjugenfeuerwehrtag ausge- richtet. Hier nahm die Jugendfeuerwehr Burgkunstadt mit einer Gruppe erfolgreich teil. Denn das Üben hat sich gelohnt: Von 26 Gruppen belegte die Jugendfeuerwehr Burgkunstadt unter der Leitung von Kristina Groß den 8. Platz! Herzlichen Glückwunsch!!! Ein Einsatz nach dem anderen ***Berufsfeuerwehrwochenende im Feuerwehrhaus –Feuerwehranwärter proben Ernstfall*** Bereits zum zweiten Mal richteten die Jugendbetreuer der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt für die Feuerwehranwärter ein „Berufsfeuerwehrwochenende“ aus. Dabei hatten sie wie im vergangenen Jahr keine Mühen gescheut, um den Feuerwehralltag so realistisch wie möglich darzustellen. Neben den geplanten „Ernstfällen“ kam auch die körperliche Ertüchtigung der 15 teil- nehmenden Anwärter nicht zu kurz. Weil auch der Dienstsport in einer ständig besetzten Wache zum Alltag gehört, standen Joggen, Laufband- und Laufleitertraining sowie ein Durchgang in der Atemschutzstrecke auf dem Programm. Nach dem Eintreffen in der „Wache“ wurden die Teilnehmer am Freitagabend in der allgemeinen Fahrzeugkunde unterrichtet. Weil die Jugendlichen nicht wussten, wann der erste „Ernstfall“ eintreten würde, war die erste Nacht für alle naturgemäß ein wenig unruhig. Zum ersten Einsatz wurde morgens um 6 Uhr unter dem Stichwort „Fahrzeugbrand“ alarmiert. Auto steht in Flammen Beim Eintreffen am Brandort im städtischen Bauhof stand das Fahrzeug bereits in Flammen. Mit Hilfe der erwachsenen Kollegen war das Feuer schnell gelöscht, und die Mannschaften rückten wieder im Feuerwehrhaus ein. Nach dem gemeinsamen Frühstück erfolgte eine praktische Unterweisung „Richtiges Löschen eines Fettbrandes“. Gegen 11 Uhr schrillten erneut die Alarmglocken. Die Jugendlichen spurteten zu ihrer Schutzausrüstung und besetzten die Ein- satzfahrzeuge, sie wurden wegen „unklarer Rauchentwicklung“ nach Neuses am Main gerufen. Dieser Kleinbrand war schnell unter Kontrolle gebracht. Zurück in der Wache stand das wohlverdiente Mittagessen auf der Tagesordnung, wobei die Feuerwehranwärter lebhaft über ihre neu erworbenen Fähigkeiten als Feuerwehrmann diskutierten. Die Ruhephase dauerte nicht lange an, dann lautete der Einsatz- ruf „Verkehrsunfall mit vermisster Person bei Hainweiher“. Also sprangen alle wieder auf die Fahrzeuge. Bei der Unfallstelle ange- kommen, hieß es erst einmal, diese abzusichern und dann nach der vermissten Person zu suchen, die sich aber glücklicherweise noch nicht weit vom Unfallwagen entfernt hatte. Nach der Rückkehr in die Wache wurden sie in das Bergungsverfahren mit dem Rollgliss eingewiesen. Dabei erfuhren sie, dass mit Rollgliss ein Rettungs- und Abseilgerät zur Personenrettung bezeichnet wird, das sowohl für die Rettung von Menschen aus der Höhe als auch aus der Tiefe einsetzbar ist. Das Gerät arbeitet wie ein Flaschenzug, wobei das Seil durch verschiedene Rollen läuft. Beim Aufseilen hat das Seil Freilauf, beim Abseilen tritt eine Rücklaufsperre in Kraft. Nach Abendessen Notfall am See Nach dem wohlverdienten Abendessen konnten sich die „Einsatzkräfte“ jedoch noch lange nicht entspannt zurücklehnen, denn bereits um 20.30 Uhr wurden sie erneut alarmiert, diesem lautete der Ruf „Vermisste Person Baggersee Hochstadt“. Bei diesem Einsatz kam auch das Rettungsboot der Feuerwehr Burgkunstadt zum Einsatz. Im weiteren Verlauf dieser Nacht musste kurz nach Mitternacht ein Flächenbrand auf einer landwirtschaftlichen Fläche gelöscht werden, und „kurz vor dem Aufstehen“ wurde der Brand einer Gartenhütte gemeldet, die beim Eintreffen des Löschzugs lichterloh brannte. Diesen Vollbrand zu löschen, erforderte vollen Einsatz. Erst nachdem alle Glutnester gelöscht waren, konnte die Mann- schaft wieder ins Feuerwehrhaus einrücken. Dem Ruf „Ab in die Duschen“ folgten alle gerne, denn an diesem Wochenende merkten sie auch, wie schmutzig und rußig man nach einem Einsatz ist. Mit dem gemeinsamen Frühstück klang dieses auf- regende „Berufsfeuerwehrwochenende“ aus, das allen sehr viel Freude gemacht hat. Alle waren mit großer Motivation bei der Sache und haben sehr viel dabei gelernt. Lob für die Schützlinge Die Jugendbetreuer der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt, Michael Knorr und Kristina Groß, waren voll des Lobes über ihre Schützlinge. Sie und auch die Kommandanten der Wehr danken allen Firmen und Privatleuten für die großartige Unterstützung bei diesem Ausbildungsprojekt. Ihr besonderer Dank gilt den Familien Groß und Trenkwald aus Neuses am Main, der Familie Schwarz aus Hainweiher, Familie Knorr aus Mainroth und Dieter Geyer. Sie alle haben geholfen, die Unfälle nachzustellen oder stellten Gelände für den Verkehrsunfall und den Flächenbrand sowie die Personensuche am Baggersee in Hochstadt zur Ver- fügung. Das „abgefackelte Auto“ steuerte das Autohaus Bienlein aus Burgkunstadt kostenlos bei. Die Betreuer danken aber auch den Eltern, die mit Kuchenspenden und ähnlichem zur Versorgung der hungrigen „Einsatzkräfte“ beitrugen. Ihr besonderer Dank gilt auch den Rettungsassistenten des Bayerischen Roten Kreuzes und ihren Mannschaftskollegen, die bei den simulierten Einsätzen ihre Freizeit opferten und sich zudem noch als Ausbilder mit einbrachten. Ingrid Kohles Jugendwehr für Großbrand gerüstet Auch die Jugend bewies im Rahmen der Feuerwehraktionswoche, dass sie in der Lage ist, bei einem Ernstfall zu bestehen. Dies unterstrich eine gemeinsame Großübung der Feuerwehrjugend aus Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain an der Raiffeisen- bank Obermain Nord in Altenkunstadt. Als die Alarmierung am Freitagabend erfolgte, brausten binnen kürzester Zeit die Lösch- und Tanklöschfahrzeuge der Wehren aus Burgkunstadt, Weismain und Altenkunstadt heran und zur Überraschung der aufmerksamen Beobachter wurden sie zwar von Erwachsenen gesteuert, besetzt waren sie allerdings ausschließlich mit jungen Feuerwehrleuten. Unter der Regie von Einsatz- leiter Michael Oppel begannen sie mit dem Aufbau von Schlauchstrecken sowie die Lösch- und Rettungstätigkeiten. Zwei im Dach- geschoss eingeschlossene Personen wurden mit der Drehleiter der Feuerwehr Burgkunstadt und über Steckleitern in Sicherheit gebracht. Zur Wasserentnahme dienten die Hydranten und die nahe Weismain. Aufmerksam verfolgten alle Feuerwehrführungs- kräfte und die Kreisbrandinspektion das Einsatzgeschehen. „Macht weiter so.“ Gert Bauer, Kreisbrandinspektor „Macht weiter so“, sagte Kreisbrandinspektor Gert Bauer bei der anschließenden Manöverkritik. Die Jugendübung sei eine groß- artige Sache, denn dabei hätten die Mädchen und Jungen viel Können und Umsicht beim Löschangriff ebenso wie bei der Personenrettung bewiesen. Sein Dank galt allen Teilnehmern und bei den Verantwortlichen der Raiffeisenbank Obermain Nord, die ihr Firmengebäude zur Verfügung gestellt hatte. Bürgermeister Robert Hümmer lobte ebenfalls den Einsatz der Jugendlichen, die bewiesen hätten, dass sie schon jetzt in der Lage sind, umsichtig zu handeln und die Geräte sicher zu bedienen. Hümmer freute sich darüber, dass die Jugendlichen dafür ihre Freizeit geopfert und Stadt- und Gemeindeübergreifend diesen Einsatz gemeistert haben. Bürgermeisterin Christine Frieß würdigte die Zusammenarbeit der Feuerwehren über die Gemeindegrenzen hinaus. Sie sollten nicht nachlassen, ihre Jugend- lichen weiterhin zu fördern, aus- und weiterzubilden. Beeindruckt vom Auftreten der jungen Brandschützer zeigte sich auch Markt- bereichsleiterin Sabine Kleber von der Raiffeisenbank, die allen Teilnehmern eine kleine Stärkung spendierte. Frauen zur Feuerwehr Aktionswoche vom 18. bis 27. September: Kampagne zur Gewinnung neuer Aktiver Mit dem 20. September startet die neue Kampagne des Landesfeuerwehrverbands Bayern e.V. (LFV) zur Gewinnung neuer aktiver Mitglieder für die Freiwilligen Feuerwehren in Städten und Gemeinden. Im Fokus stehen in diesem Jahr Frauen jeden Alters, die für das Ehrenamt Feuerwehr begeistert und gewonnen werden sollen, heißt es in einer Pressemitteilung des LFV. Unter dem Motto „Frauen zur Feuerwehr!“ rufen in der Kampagne sieben aktive Feuerwehrfrauen dazu auf, ihrem Beispiel zu folgen und der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr (FFW) beizutreten. Das Besondere dieser neuen Kampagne ist die Tatsache, dass keine professionellen Fotomodelle zum Einsatz kommen, sondern Feuerwehrfrauen aus ganz Bayern, die in unterschied- lichsten Funktionen Dienst bei einer FFW leisten. Dadurch wirke die Kampagne besonders authentisch und glaubhaft. Da leider noch allzu viele Vorurteile gegenüber Frauen bei der Feuerwehr bestünden, kokettierten diese Feuerwehrfrauen mit diesen Vor- urteilen und drehten sie ins Gegenteil um, heißt es in der Mitteilung. Zum Beispiel, wenn eine der Damen selbstbewusst das zum Ausdruck bringe, was in ihrem Alltag die Regel ist: „Wer die Familienkutsche fährt, kann auch ein Löschfahrzeug steuern!“ Solche Aussagen regten nicht nur zum Schmunzeln und Nachdenken an, sie machten auch deutlich, dass es in der FFW eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, sich einzubringen, so die LFV. Landkreis-Zahlen Unter den 3573 Aktiven in den Feuerwehren des Landkreises Lichtenfels verrichten derzeit 223 Feuerwehrfrauen ihren Einsatz- dienst. „Diesen Anteil gilt es zu erhöhen, denn vor allem tagsüber sind Frauen in vielen Fällen während der Woche eine wichtige Stütze der Einsatzabteilungen, da sie am Wohnort verfügbar sind und auf unterschiedlichste Weise Schulter an Schulter mit den männlichen Kollegen ihrer Aufgabe uneingeschränkt gerecht werden“, sagt Kreisbrandrat Timm Vogler. „Die Angst, Dinge tun zu müssen, die psychisch belastend oder körperlich überlastend sind, ist unbegründet. Jeder Kommandant achtet darauf, dass ge- nau dies nicht geschehen wird.“ Die Kampagne ist also ein Aufruf an alle Frauen, die eine sinnvolle und abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung suchen, bei der auch der gesellige oder gesellschaftliche Teil nicht zu kurz kommt. Denn bei einer Vielzahl von gemeinsamen Veranstaltungen ist die ganze Familie gern gesehen. Vom 18. bis 27. September findet die Feuerwehraktionswoche im Landkreis Lichtenfels statt, in der die Freiwilligen Feuerwehren anhand verschiedener Übungen ihre vielfältigen Aufgaben präsentieren. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr zu sensibilisieren und neue Mitglieder, in diesem Jahr besonders Frauen, zu gewinnen. Obermain Tagblatt Löschen wie ein Feuerwehrmann Andrang bei Löschübungen und Demonstrationen der Feuerwehr zum Hallenfest Das Hallenfest der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Vor allem die angekündigten Schauübungen nach dem Mittagessen zogen die Besucher an. Die eindrucksvollen Vorführungen aus dem Einsatz-Geschehen moderierten Kommandant André Grothues, sein Stellvertreter Michael Kannengießer und Kreisbrandmeister Lutz Schneider. Einblicke erhielten die Interessierten in die Atemschutzübungs- strecke des Landkreises Lichtenfels, die im Burgkun-stadter Feuerwehrhaus eingerichtet ist. Für die Kinder war es ein lustiges Spiel, sich durch die Röhren und Käfige zu schleusen. Im Dunkeln durch enge Gänge Als sich aber zwei Wehrmänner in voller Montur und mit Atemschutz durch die Röhren zwängten, wurde deutlich, wie realitätsnah die Ausbildung der Atemschutzgeräteträger in der Strecke nachempfunden ist. Denn die aufgebauten Hindernisse sollen ja im Übungsfall simulieren, mit welchen Hindernissen, wie verschlossenen Türen, herabhängenden Gegenständen und ähnlichen Schwierigkeiten ein Wehrmann im Ernstfall zu kämpfen hat. Erschwerend kommt hinzu, dass ein Streckendurchgang während der Ausbildung bei völliger Dunkelheit zu bewältigen ist. Als zu Demonstrationszwecken kurz das Licht ausgemacht wurde, waren nur noch die fluoreszierenden Helme der Atemschutzgeräteträger zu sehen. Das kommt der Realität bei einem Brandeinsatz in einem Gebäude sehr nahe, wie die Ausbilder erläuterten. Autobrand routiniert gelöscht Gespannt beobachteten danach nicht nur die wissbegierigen Kinder, wie man mit verschiedenen Löschmitteln einen Brand be- kämpft. Als es nach der Demonstration durch die erfahrenen Feuerwehrleute hieß, jetzt dürfen alle üben, bildete sich schnell eine lange Schlange neben dem Feuerlöscher. Viele Kinder übten hierbei spielerisch, dass man ohne Angst mit einem Feuerlöscher umgehen kann und wie man sich beim Löschen richtig verhält. Besonders groß war die Aufmerksamkeit beim Löschen eines Fahrzeugbrandes, direkt vor dem Feuerwehrhaus. Die aus dem Auto lodernden Flammen löschten die anrückenden Atemschutzgeräteträger routiniert und fachmännisch. Danach demonstrierten sie weitere Löschmethoden wie das Einschlagen von sogenannten „Fognails“ (Löschlanzen) in das Autodach. Bei dieser Lösch- technik kann ein Brand mit wesentlich weniger Wasser gelöscht werden, weil dies wie eine Sprinkleranlage wirkt. Mit großem Interesse verfolgten die Zuschauer auch die Präsentation des neuen Tanklöschfahrzeugs. 4500 Liter kann der Tank aufnehmen. Dieses Fahrzeug wurde baugleich von mehreren Kommunen des Landkreises per Sammelbestellung beim Hersteller geordert, womit man erfreulicherweise einen beträchtlichen Preisnachlass erzielte. Alles in allem war das Hallenfest der Feuerwehr Burgkunstadt ein gelungenes Ereignis. Die Kinder vergnügten sich neben den Löschübungen mit den Tretautos des Kreisfeuerwehrverbands. Den Erwachsenen standen die Wehrkräfte bei allen Fragen mit gutem Rat zur Seite und sie konnten sich an einem Infostand über geeignete Feuerlöscher für den Hausgebrauch informieren. Ingrid Kohles Eröffnung der neuen Mainbrücke Die DLRG und Wasserwacht haben zu einem Brückenfest auf der neugebauten Mainbrücke, die Burgkunstadt und Altenkunstadt miteinander verbindet, einge- laden. Nach der offiziellen Einweihungsfeier ließ es sich die Feuerwehr Burg- kunstadt nicht nehmen, den Abend bei leckeren Bratwürsten ausklingen zu lassen. Der Erlös der Veranstaltung geht übrigens zu 100% in den geplanten Bau eines Lehrschwimmbeckens. Stadt Burgkunstadt bezahlt LKW- Führerscheine In der heutigen Zeit wird es aus verschiedenen Gründen immer schwieriger Personal mit einem Führerschein der Klassse C zu bekommen. Daher haben sich der erste Kommandant André Grothues und sein stellvertreter Michael Kannengiesser bei der Stadtverwaltung dafür eingesetzt, das drei Feuerwehr- männern, die in Burgkunstadt Arbeiten und Feuerwehrdienst leisten, der LKW- Führerschein bezahlt wird. Und nach einigen Monaten Schulbankdrücken und praktischen Fahrstunden bei der Fahrschule Pühlhorn war es endlich soweit: Michael Knorr, Daniel Kreutzer und Bastian Kornitzky haben die Fahrprüfung be- standen! Dadurch ist es uns auch in Zukunft möglich, mit den roten Autos dorthin zu fahren, wo wir gebraucht werden. Vielen Dank an die Stadt Burgkunstadt und Fahrschule Pühlhorn! Realbrandausbildung an der Fire- Akademie Bei sommerlichen Temperaturen fand für 6 Kameraden eine Realbrandausbildung an der Magirus Fire- Akademie in Gelnhausen in der Nähe von Frankfurt a.M. statt. Hier konnten die Feuerwehrmänner unter echten Extremsituationen ihre bisher erlernten Fähigkeiten weiter vertiefen. In diesem Lehrgang kommen Feuerwehrleute an ihre Grenzen, werden extrem gefordert und erleben in drei festbefeuerten Brandcontainern die Realität eines echten Zimmerbrandes mit hohen Temparaturen (über 800°C). Als erstes bekamen die Teilnehmer eine Sicherheitsunterweisung und mussten bereits im Vorfeld viel Wasser trinken, um bei den anstehenden Übungen den Wasserverlust entgegenzuwirken. Anschließend wurde ein Strahlrohrtraining durchgeführt. Hier galt es die richtige Vorgehensweise im Innenangriff zu trainieren und einen eventuellen “Flashover” zu erkennen ggf. zu reagieren. Danach ging es zu der ersten Orientierungsübung in einen von 3 Brandcontainer. Im letzten Container wurde ein “Flashover” simuliert, bei dem die Kameraden die zuvor erlernte Strahlrohrführung umsetzen mussten. Mehr Bilder in unserer Bildergalerie. Einweihung Jugendfeuerwehrhaus Lange haben unsere Jugendlichen darauf gewartet: Das neue Jugendfeuer- wehrhaus wurde im Rahmen der Leistungsprüfung feierlich eingeweiht. In der Vergangenheit war die Jugendfeuerwehr in der Schlauchwäsche hinter der Fahrzeughalle untergebracht. Da hier aber Platzmangel und eine hohe Unfall- gefahr bestand, haben die Kameraden in Eigenleistung einen ehemaligen Lagerraum für Heizöl zum Jugendfeuerwehrhaus umfunktioniert. In dem neuen Jugendfeuerwehrhaus ist nun Platz für die Schutzkleidung, den Ausbildungs- anhänger und weiteren Ausrüstungsgegenständen. Bürgermeisterin Christine Friess bedankte sich bei allen Beteiligten und bewunderte noch den Hand- gemalten Feuerwehrmann. Leistungsabzeichen Im Juni legten 13 Kameraden das Leistungsabzeichen “Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz” erfolgreich ab: Bronze: Marion Berthold, Jürgen Berthold, Jakob Kestel, Jürgen Scheibel, Michael Kreutzer, Thomas Kunkel, Thomas Kunzelmann, Stefan Petterich Silber: Kristina Groß, Klaus Meusel Gold: Matthias Kohles Gold-Blau: Klaus Pühlhorn Erste Bürgermeisterin Christine Friess und Kommandant André Grothues gatulierten allen Teilneilnehmern herzlich und dankten den Teilnehmern und den Ausbildern für die Zeitintensive Vorbereitung. Grothues bedankte sich auch bei den anwesenden Schiedrichtern. Im Anschluss gab es für alle noch eine Kleinigkeit zu Essen. 1000 Euro für neue Spielgeräte  Feuerwehr spendet für Ausstattung des Pausenhofs der Grundschule Burgkunstadt-Mainroth Genau vor einem Jahr feierte die FFW Burgkunstadt ihr 150-jähriges Bestehen und den Kreisfeuerwehrtag. Der Festausschuss hatte im Vorfeld des Festes beschlossen, dass auf die sonst üblichen Ehrenteller an die teilnehmenden Feuerwehren verzichtet werden soll. Gemeinsam wurde beschlossen, dass das dadurch eingesparte Geld für einen sozialen Zweck gespendet werden soll. Die Feuerwehrler haben sich in den vergangenen Monaten genau umge- schaut, wo man vor allem Kindern eine Freude mit dem Geld machen könnte. Der lange gehegte Wunsch der Schulleitung, den Pausenhof der Grund- schule kindgerecht mit Spielgeräten neu zu gestalten, blieb den Feuer- wehrleuten natürlich nicht verborgen. Als in den vergangenen Wochen die konkreten Planungen für die Ausgestaltung des Pausenhofes ver- öffentlicht wurden, war allen klar „Hier ist unsere Spende gut aufgehoben und kommt den Schulkindern aus dem ganzen Stadtgebiet zugute“. Schulleiterin Stefanie Mayr-Leidnecker und Konrektorin Susanne Kraus waren sehr erfreut, als sie von Walter Petterich, dem Vorsitzenden der FF Burgkunstadt um einen Termin wegen einer bevorstehenden Spenden- übergabe gebeten wurden. Die Umgestaltung des Pausenhofs wird aus- schließlich über Spenden finanziert und da kommt diese Summe gerade recht. Die Kinder waren bei der Spendenübergabe schon ganz aufgeregt, denn die ersten Aushubarbeiten für das tolle Klettergerüst mit Rutsche sind schon erfolgt und sie beobachten natürlich ganz genau, was sich da an der Baugrube so tut. Ingrid Kohles Ausbildung am Sondersignal-Fahrt-Trainer Der Landesfeuerwehrverban Bayern betreibt einen sogenannten Sonder- signal-Fahrt-Trainer um die Unfallhäufigkeit bei Einsatzfahrten zu reduzieren. Dieses Jahr war der Fahrsimulator zu Besuch im Landkreis Lichtenfels. Mehrere Kameraden der Feuerwehr Burgkunstadt nahmen an der Ausbildung teil und waren überrascht wie schnell ein Unfall ge- schehen kann. Auf der Fahrt zur Einsatzstelle mit Blaulicht und Martins- horn lauern viele Gefahren, die zu einem Unfall führen können: Wetterverhältnisse, Persönliche Verfassung, Zeitdruck, andere Verkehrs- teilnehmer, hohe Geschwindigkeit uvm. Unsere Fahrzeugführer wurden somit erfolgreich geschult und sensibilisiert. Brandopfer-Rettung ein Gemeinschaftswerk „Kein Held“: Feuerwehrmann Tobias Rupprecht betont Anteil dreier weiblicher Helfer – „Rettung ein Glücksfall“ Dass es lebensrettend sein kann, aufmerksame Bürger und Feuerwehrleute in der Nachbarschaft zu haben, erlebte am Sonntag- morgen ein 28-Jähriger, der bei einem Wohnhausbrand mit einer schweren Rauchgasvergiftung davon kam. Zu verdanken hat er den glimpflichen Ausgang unter anderem dem beherzten Eingreifen von Feuerwehrmann Tobias Rupprecht, der sich aber „nicht als Held“ sehen möchte. „Klar, ich habe ihn rausgezogen. Aber ohne die Kette von Helfern wäre alles ganz anders gekommen. Man hätte mit dem Schlimmsten rechnen müssen“, berichtet Rupprecht auf Nachfrage. Er betont das Mitwirken von drei Damen, die ebenso großen Anteil an der Rettungsaktion hätten wie er selbst. Anwohnerin Eva Mohrand beispielsweise, die am frühen Sonntagmorgen auf dem Weg zur Arbeit den Rauch in dem Gebäude in der Kulmbacher Straße entdeckt und einen Notruf abgesetzt habe. Zudem in- formierte sie Silke Gross, die im betroffenen Haus wohnt. Diese versuchte vergeblich, den im Dachgeschoss lebenden Mann durch Klopfen an der Tür zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt waren Tobias Rupprecht und seine Freundin Lisa Krappmann bereits vor Ort. Beide sind aktive Feuerwehr- leute, waren nach dem Piepser-Signal mit dem Auto auf dem Weg zum Feuerwehrhaus. Nach nur 300 Metern hielten sie an, sahen Eva Mohrand am Straßenrand stehen und wussten sofort, dass es bei dem Haus um den Einsatzort handelt. Es sei schnell klar gewesen, dass sich der 28-Jährige, den seine Freundin gut kenne, sich noch im Haus befinden musste, „weil sein Auto da war“. An die eigentliche Rettung erinnert sich der 24-jährige Feuerwehrmann nur lückenhaft. „Mir fehlt ungefähr eine Minute. Ich weiß nicht nicht mehr, wie die Tür geöffnet wurde.“ Den dichten Qualm in der Wohnung des Vermissten wird er dagegen so schnell nicht vergessen. Auf allen vieren habe er sich durch den Raum getastet. „Ein absoluter Glücksfall“ sei es gewesen, dass er dabei nach etwa vier Metern einen Arm des auf dem Boden liegenden Bewohners zu packen kam. „Egal, ob man bei der Feuerwehr ist oder nicht: Bei einem Notfall sollte man nicht einfach weiter gehen.“ Tobias Rupprecht zu seiner Rettungstat Er war kaum noch ansprechbar. Zwei, drei Atemzüge noch und es wäre wohl alles zu spät gewesen“, schildert der Retter, der den Mann aus dem Zimmer zog, damit ihn Lisa Krappmann und Silke Gross bis zum Eintreffen des Rettungswagens versorgen konnten. Die beiden sorgten auch dafür, dass die Atemschutzgeräteträger der Burgkunstadter Feuerwehr die Katze des Be- wohners in Sicherheit brachte, die dessen „Ein und Alles“ sei. „Ich würde jederzeit wieder so handeln“, sagt Tobias Rupprecht, der bei seinem Eingreifen eine leichte Rauchvergiftung erlitt. „Egal, ob man bei der Feuerwehr ist oder nicht: Bei einem Notfall sollte man nicht einfach weiter gehen“, so der junge Mann, der vor elf Jahren seiner Heimatwehr Ebneth-Hainweiher beitrat, dort mittlerweile 2. Kommandant ist und seit seinem 18. Lebenjahr auch der Feuerwehr in Burgkunstadt angehört. Eine Auffassung, die der gerettete Nachbar spätestens seit Sonntagmorgen teilen dürfte. Die Ursache für den Brand, bei dem die Dachgeschosswohnung zum Teil ausbrannte und zirka 50 000 Euro Schaden entstand, ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen der Coburger Kriminalpolizei dauern an. Stefan Lutter Besuch der Kinderfeuerwehr in Redwitz Freudige Aufregung bei der Kinderfeuerwehr in Redwitz. Als Überaschungsgast lud Kommandant Alexander Preisinger der Feuer- wehr Redwitz die Kameraden mit der Drehleiter aus Burgkunstadt ein. Die ganz mutigen unter den zukünftigen Feuerwehrmänner- und frauen durften sogar einmal mit nach oben fahren. Fackelwanderung Unsere Jugend nahm an einer gemeinsamen Fackelwanderung der Jugendfeuerwehren im Landkreis Lichtenfels teil. Es hat auf jeden Fall sehr Viel Spaß gemacht! 1. Internes Schnauztunier Beim ersten internen Schnauztunier wurden am 14. März die besten “Schnauzer” ermittelt. Die Veranstaltung wurde von Kristina Groß geplant und durchgeführt. Es hat allen Teilnehmern viel Spaß gemacht. Eine Wiederholung ist für kommenden Herbst nicht auszuschließen. Die Jugendfeuerwehr ist auf Zack Einsätze bei Hydrantenwartung und Jubiläum – Gute Noten bei Übungen und Wissenstest Die Jugendfeuerwehr Burgkunstadt zählt derzeit 16 Anwärter, darunter ist ein Mädchen. Die Freiwillige Feuerwehr Burgkunstadt bildet in der Jugendfeuerwehr neben ihren eigenen Anwärtern auch drei Anwärter aus Kirchlein, drei aus Weidnitz und einen aus Theisau aus. Kommandant André Grothues freute sich bei der Jahreshauptversammlung, mit Leon Wolf und Daniele Rehhäuser zwei neue Anwärter per Handschlag aufzunehmen. Jugendwart Michael Knorr berichtete von 40 Übungen, bei denen sich die Jugendlichen mit den Themen Technische Hilfeleistung, Geräte- und Fahrzeugkunde, Funk und Kartenlesung übten. Neben den Vorbereitungen auf den Jugendleistungsmarsch wurde auch geübt, wie sich die Gruppe im Löschangriff verhält. „Ihr seid nicht nur bei den Übungen mit Feuereifer bei der Sache. Immer wenn jemand zum Anpacken gebraucht wird, seid ihr zur Stelle.“ André Grothues Kommandant Den Wissenstest, bei dem in Theorie und Praxis der Umgang mit Schläuchen, Armaturen und Leinen abgefragt wurde, haben alle Teilnehmer bestanden. Sie wurden mit Abzeichen geehrt. Gold erreichten Jonas Bauer, Christoph Berthold, Tobias Grech, Christian Greich und Lucas Trenkwald. Silber erhielt Tim Walder und Bronze Tim Fischer, Celina Pechtold, Felix Rank und Leon Wolf. Wie schaut der Alltag eines Berufsfeuerwehrmannes aus? Diese Frage konnten sich die Anwärter beim simulierten Berufsfeuerwehrwochenende im September beantworten. Da war vom Brand mit Personenrettung über einen Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person bis zur brennenden Gartenhütte mitten in der Nacht alles drin, was einen Feuerwehrmann auf Trab halten kann. Die Jugendfeuerwehr übernahm die Wartung und Instandhaltung der Unterflurhydranten in ganz Burgkunstadt, um im Brandfall eine schnelle und sichere Wasserversorgung zu gewährleisten. Daneben beteiligten sie sich an der Aktion „Zamm geht?s“ und beim Kindernachmittag der Feuerwehr. Mit großem Elan unterstützten die Anwärter ihre erwachsenen Kameraden beim Festwochenende zum 150-jährigen Bestehen sowie bei der 20-Jahr- Feier der Jugendfeuerwehr. In diesem Jahr soll es wieder ein Berufsfeuerwehrwochenende geben, die Teilnahme am Jugendleistungsmarsch in Marktgraitz ist ebenso fest ein- geplant, wie der Wissenstest und die Jugendflamme Stufe 1. Für den Truppmann-Lehrgang sind sechs Anwärter angemeldet. „Wir sind stolz auf euch“, sagte Kommandant André Grothues bei der Jahreshauptversammlung. „Ihr seid nicht nur bei den Übungen mit Feuer- eifer bei der Sache. Immer wenn jemand zum Anpacken gebraucht wird, seid ihr zur Stelle.“ Als Dankeschön für ihren unermüdlichen Einsatz über reichte er jedem Anwärter ein paar nagelneue Jugendfeuerwehrhand- schuhe. Trotz Jubiläum 90 Einsätze gemeistert  Stützpunkt-Feuerwehr zieht Bilanz eines Jahrs der Superlative – Sorge wegen Verwaltungsaufgaben Auf ein Jahr der Superlative blickte die Freiwillige Feuerwehr Burgkunstadt bei der Hauptversammlung zurück. „Das war ein gigantisches und arbeitsintensives Jahr und wir können nicht genug danken für jede Unterstützung, die uns zuteil wurde, sagte Vorsitzender Walter Petterich. Dem Verein gehören 242 Mitglieder an, davon 50 Aktive und zehn Ehrenmitglieder. Das Jubiläumsfest zum 150-jährigen Bestehen mit dem Kreisfeuerwehrtag sei eine denkwürdige Feier gewesen, betonte der Vorsitzende. Er dankte allen Helfern und Firmen, vor allem dem Baur Versand, den Vereinen sowie den Bürgern und der Stadt Burgkunstadt für die Unterstützung. „Nur durch euren enormen Einsatz, die sehr gute Zusammenarbeit und euer großes Durchhaltevermögen ist es gelungen, dieses unvergessliche Fest zu stemmen“, betonte Petterich. Beim Preisschafkopf wurde Manuel Willaschek Stadtmeister. Die Feuerwehr richtete den Kinderfasching aus, beteiligte sich am Sommerferienprogramm der Stadt und nahm am Jedermannschießen der Schützengesellschaft teil. Besuchen will man den Notfallseelsorge-Gottesdienst am 18. März in Lichtenfels, die Florians-Messe in Burgkunstadt und es werden wieder Fahnenabordnungen bei kirchlichen Festen gestellt. Besucht werden der Stadtfeuerwehrtag am 3. Mai in Weismain und die 125-Jahr-Feier der Feuerwehr Burkheim am 14. Juni, das Straßenfest der Feuerwehr Marktleugast am 30. August und das Hallenfest in Weismain am 6. September. Die Burgkunstadter Wehr feiert ihr beliebtes Hallenfest am 19. Juli und der Preisschaf- kopf mit Ermittlung des Stadtmeisters ist am 6. November. 42 Brände, 33 technische Hilfeleistungen Beim Bericht von Kommandant André Grothues fragte sich mancher, wie diese vielfältigen Aufgaben auf die Dauer von ehrenamt- lichen Kräften geleistet werden können. „Neben den umfangreichen Verpflichtungen durch unser Fest mussten die Aktiven noch insgesamt 90 Einsätze abarbeiten“, berichtete er. Hierzu zählten 42 Brände, 33 Einsätze der technischen Hilfeleistung, Tierein- sätze und Sicherheitswachen. Es fanden zwölf allgemeine Ausbildungen statt, sechs Atemschutz- und 22 Maschinistenübungen sowie ein Erste-Hilfe-Kurs. Gemeinschaftsübungen wurden mit den Wehren aus Mainroth, Pfaffendorf und Weidnitz abgehalten. In der Feuerwehraktions- woche war die Stützpunktwehr unterwegs bei Übungen in Kirchlein (Schaumstofffabrik Götz), Wunkendorf, Weiden, Horb (Firma FTO) und bei einer Großübung „Absturzsicherung“ in Niesten. Bei einer Übung bei Regens-Wagner wurden die sensiblen Bewohner mit dem Thema „Feuerwehr“ vertraut gemacht. Dass auf die Ausbildung besonderes Augenmerk gelegt wird, belegen zahlreiche Lehrgangsbesuche vom Zugführer bis zum Drehleitermaschinisten. In der Atemschutzübungsanlage wurden über 750 Stunden geleistet und drei Crash-Kurse von Freitag bis Sonntag mit je 25 Stunden abgehalten, um 32 Aktive zu Atemschutzgeräteträgern auszubilden. Mit einem Probebetrieb beginnt demnächst die Ära des Digitalfunks. Zuerst werden das Mehrzweckfahrzeug (MZF), die Tragkraft- spritzenfahrzeuge (TSF) Gärtenroth und Mainroth sowie das MTW Hainweiher mit der neuen Technik ausgestattet. Danach folgen die restlichen Fahrzeuge in Burgkunstadt. Die analogen Funkgeräte bleiben bis zum endgültigen Umschalten verbaut. Nach Ostern beginnen die Übungen für das Leistungsabzeichen Technische Hilfeleistung, Prüfung ist Anfang Mai. Kommandant André Grothues berichtete von der zunehmenden Arbeitsbelastung der Führungskräfte durch Verwaltungsaufwand und komplexere Schulungsanforderungen, etwa bei der Verwaltung der Digitalfunkgeräte. Die Kommandanten müssen dafür sorgen, dass die Führerscheine turnusmäßig überprüft werden, Risikobewertungen erstellen und dafür sorgen, dass alle Aktiven eine jährliche Unterweisung gemäß den Vorgaben zur Wasserentnahme aus Hydranten bekommen. Die originäre Aufgabe der Feuerwehren sei das Lösch- und Rettungswesen. Daher müssten die Kommunen dafür sorgen, dass der Verwaltungswust ver- mehrt in den Rathäusern erledigt werde oder es müssten Stellen in den Stützpunktfeuerwehren geschaffen werden, um die gesetz- ichen Anforderungen zu erfüllen. Das Protokoll verlas Schriftführer Klaus Pühlhorn, den Kassenbericht legte Kassier Thomas Deuerling dar. Papierwust belastet die Kommandanten Kreisbrandrat Timm Vogler würdigte die Feuerwehr Burgkunstadt als „eine der systemrelevanten Feuerwehren im Landkreis“. Es sei dringend erforderlich, dass die Stützpunktfeuerwehren personell von den Kommunen unterstützt werden, wie beim stetig steigenden Verwaltungsaufwand. „Die ehrenamtlichen Helfer werden immer weniger und es ist auf die Dauer von den Feuerwehr- führungskräften nicht mehr zu leisten, dass sie neben ihren originären Aufgaben noch den umfangreichen Papierkrieg in ihrer Freizeit erledigen sollen“, betonte der Kreisbrandrat. Hier müssten die Kommunen dringend neue Wege gehen. Stadtrat Mathias Heppner unterstrich die Notwendigkeit, die benötigte Ausrüstung für die Feuerwehren im Stadtgebiet zu be- schaffen, auch wenn die derzeitige Haushaltslage manches verzögere. „Es ist auf die Dauer von den Feuerwehrführungskräften nicht mehr zu leisten, dass sie neben ihren originären Aufgaben noch den umfangreichen Papierkrieg in ihrer Freizeit erledigen sollen.“ Timm Vogler Kreisbrandrat Die Beschaffung und Auslieferung des Tanklöschfahrzeugs (TLF) 4000 im vergangenen Jahr sei dafür ein gutes Beispiel. Er dankte der Feuerwehr für das gelungene Jubiläums- fest und die Ausgestaltung des Kreisfeuerwehrtages: „Dieses Fest war ein gelungenes Festwochenende für ganz Burgkunstadt“. Neuaufnahmen und Ehrungen Zu den 50 aktiven Feuerwehrleuten, davon fünf Frauen, gesellten sich neun neue Kameraden hinzu, die der Kommandant mit großer Freude per Handschlag in die Wehr aufnahm: Daniele Rehhäuser, Leon Wolf, Horst Bock von Wülfingen, Sebastian Stöckert, Thomas Kunkel, Thomas Reuther, Michael Kreutzer, Daniel Kreutzer und Max Konrad. Matthias Kohles wurde zum neuen Gruppenführer ernannt, er ist für die Bereiche Ab- sturzsicherung und ABC-Gefahrgut zuständig. Drei Feuerwehrleute wurden mit Urkunden und einem Präsent für ihren aktiven Dienst ausgezeichnet: Für zehn Jahre Andreas Greich; für 20 Jahre Michael Kannengießer und Patrick Schuster. Ingrid Kohles