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Stützpunkt-Feuerwehr Burgkunstadt zieht Bilanz Die umfangreichen Jahresberichte bezeugten bei der Mitgliederversammlung, dass die Stützpunktfeuerwehr Burgkunstadt neben dem „Kerngeschäft Retten, Bergen, Löschen, Schützen“ auch ein wichtiger Faktor im gesellschaftlichen Leben der Stadt ist. Das Protokoll der letzten Jahreshauptversammlung verlas Schriftführer Klaus Pühlhorn, den Kassenbericht legte Kassier Thomas Deuerling dar. Bei einem Gesamtmitgliederstand von 226 kann die Wehr auf 50 Aktive bauen, darunter fünf Frauen. 15 Feuerwehranwärter ge- hören der Jugendgruppe an. Schon seit etlichen Jahren richtet die FF Burgkunstadt den Kinderfasching im Auftrag der Stadt in der Stadthalle aus. Auch in diesem Jahr war die Stadthalle wieder proppenvoll, neben der Bewirtung sorgt die FF auch mit Spiel und Spaß für die Unterhaltung der großen und kleinen Gäste. Weil das erste vereinsinterne Schnauzturnier im März auf große Re- sonanz stieß, wurde es gleich im Herbst nochmal wiederholt und soll auch künftig beibehalten werden. Eine Spende in Höhe von 1.000 Euro aus dem Erlös des Feuerwehrfestes zum 150jährigen Bestehen der Wehr übergab die Vorstandschaft an die Friedrich-Baur-Grundschule für die Gestaltung des Pausenhofes. Der Besuch der Feuerwehrfeste im Landkreis und der Hallen- feste der Nachbarwehren Altenkunstadt und Weismain war für Wehr ebenso eine Selbstverständlichkeit wie die Teilnahme am 125jährigen Gründungsfest der Feuerwehr Burkheim, das gemeinsam mit dem Kreisfeuerwehrtag gefeiert wurde. Weil die Burk- heimer im Jahr zuvor in Burgkunstadt beim Fest ausgeholfen hatten, wurde natürlich im Gegenzug auch hier wieder mitgearbeitet. Daneben nahm die Feuerwehr am Notfallseelsorger-Gottesdienst in Vierzehnheiligen, am Floriansgottesdienst in Burgkunstadt und mit Fahnenabordnungen bei den kirchlichen Festen wie der Fronleichnamsprozession und der Kirchweih teil. Beim Volks- trauertag stellte sie eine Mahnwache. Feste Punkte im Vereinsjahr sind der Preisschafkopf im Feuerwehrhaus und die Teilnahme am Jedermannschießen der Schützengesellschaft Burgkunstadt. Ein Novum war die 1. Auto- und Gewerbemesse Burgkunstadt/ Altenkunstadt/Weismain, die im Oktober auf dem Baur-Gelände beim Bahnhof stattfand. Hier brachte sich die FF Burgkunstadt nicht nur mit einem Verpflegungsstand ein sondern stellte auch ihre Fahrzeuge und Geräte aus und stellte bei den stündlichen Vorführungen ihren Ausbildungsstand unter Beweis. Ausblick auf 2016 Am 19. März findet das vereinsinterne Schnauzturnier im Feuerwehrhaus statt. Besuchen will man den Notfallseelsorge-Gottes- dienst am 13. April in Lichtenfels und die Florians-Messe am 7. Mai in Kirchlein. Am 22. Mai steht der Festzug zur 125-Jahr-Feier der FF Trieb auf dem Plan und am 26. Mai die Fronleichnamsprozession. Die Burgkunstadter Wehr feiert am 17. Juli ihr beliebtes Hallenfest und der Preisschafkopf mit Ermittlung des Stadtmeisters wurde auf den 4. November festgelegt. Jahresbericht des Kommandanten Kommandant André Grothues legte einen sehr umfangreichen Jahresbericht, den er gleich mit der erfreulichen Nachricht begann, dass sieben neue Kameraden in die FF Burgkunstadt eingetreten sind. Per Handschlag nahm er Stefan Greich (Übernahme aus der eigenen Jugendwehr), Andreas Braun, Jakob Kestel, Mario Funk, Matthias Eberlein, Andreas Schneider und Stefan Schulze in die Wehr auf. Dabei dankte er besonders Mario Funk und Jakob Kestel, dass sie sich neben dem Dienst in ihren Ortswehren FF Mainklein und FF Ebneth-Hainweiher auch zum Dienst in Burgkunstadt bereit erklärt haben – beide haben ihren Arbeitsort in Burgkunstadt und werden von ihrem Arbeitgeber im Einsatzfall freigestellt, hob Grothues hervor. Unsere 50 Aktiven wurden im abgelaufenen Jahr zu 82 alarmiert, berichtete der Kommandant weiter. Hierzu zählten 44 Brände und 41 Einsätze der technischen Hilfeleistung, Tiereinsätze und Sicherheitswachen sowie die Einsatzbereitschaft beim Großbrand in Trübenbach. Auch die Ausbildung kam nicht zu kurz, es fanden zwölf allgemeine Ausbildungen, sieben Atemschutz- und sechzehn Maschinisten-Übungen statt. Gemeinschaftsübungen wurden mit den FF Mainroth und Weidnitz abgehalten. Im Rahmen der Feuerwehraktionswoche war die Stützpunktwehr zusätzlich unterwegs bei Übungen in Altenkunstadt bei der Raiff- eisenbank, Burgkunstadt beim Raiffeisenlagerhaus, Mainklein bei der Schreinerei Spindler und in Hochstadt beim Bezirksklinikum. Dass auf die Ausbildung der Feuerwehrkräfte ein besonderes Augenmerk gelegt wird, belegen die Lehrgangsbesuche. Erfolg- reich abgeschlossen wurden Fortbildungen in Absturzsicherung, Bootsführer, Wald- und Vegetationsbrand, Atemschutzgeräte- träger, Umgang mit WBK, Maschinisten, Gruppenführer und Aufbaulehrgang Gruppenführer, erneuerbare Energien, Truppmann I, Gerätewart, ELDIS-Schulung und Brandcontainereinsatz der Magirus-Fire-Academy in Gelnhausen bei Hanau. Die Fahrzeug- führer qualifizierten sich beim Fahrsicherheitstraining der Magirus-Fire-Academy, beim ADAC-Sicherheitsfahrtraining in Schlüssel- feld und als Sondersignalfahrt-Trainer vom Bayerischen Feuerwehr-Verband. Wichtig für die Einführung des Digitalfunks sind die Abschlüsse der Digitalfunk-Schulungen ELA und DMO & TMO. Grothues dankte der Stadt Burgkunstadt, dass im Berichtszeitraum drei neue LKW-Fahrzeugführer ausgebildet wurden. In der Atemschutzübungsanlage und Werkstatt des Landkreises Lichtenfels wurden über 650 Stunden geleistet. Weitere 50 Stunden erbrachte das Ausbildungsteam, um neue Atemschutzgeräteträger auszubilden. In der Bahnhofstraße wurde der FF freundlicherweise ein Abriss-Haus als Übungsobjekt zur Verfügung gestellt. Hier konnte realitätsnahe Ausbildung betrieben werden, mit Feuer und Rauch wurden Übungsszenarien für die Feuerwehren Mainroth, Gärtenroth, Altenkunstadt und Weismain vorbereitet und begleitet. IAusblick des Kommandanten für 2016 In diesem Jahr steht das Leistungsabzeichen „Die Gruppe im Löscheinsatz“ an. Vom 25. bis 29. April macht der feststoffbefeuerte Brandcontainer des Landesfeuerwehrverbandes in Burgkunstadt Halt. Diese Ausbildungsplätze sind sehr begehrt und müssen auf die Wehren im Landkeis aufgeteilt werden. Sechs Atemschutzgeräteträger der FF Burgkunstadt haben die Möglichkeit, an der „Heiß“-Ausbildung teilzunehmen. Vorrangig werden die ausgewählt, die noch nie im Brandcontainer waren. Für den Erwachsenleistungsmarsch in Großheirath am 7. Mai nehmen die Kommandanten Anmeldungen ab sofort entgegen. Ab 01.07.2016 wird digital gefunkt. Alle Fahrzeuge im gesamten Stadtgebiet sind bereits umgerüstet. Besonders wichtig ist jetzt der Abschluss der Digitalfunkausbildung für alle Wehrleute. Grothues dankte Patrick Schuster und Stefan Petterich, die sich federführend im Stadtgebiet um die Einführung und Ausbildung des Digitalfunks kümmern. Es wurde beschlossen, Softshell-Jacken mit dem Eindruck „Feuerwehr Burgkunstadt“ zu beschaffen. Die Bestellaktion lief bei der Mitgliederversammlung an, die Besteller tragen etwa ein Drittel der Kosten, den Rest übernimmt der Feuerwehrverein. Be- stellungen nehmen die Kommandanten entgegen. Ehrungen Für 10jährigen aktiven Feuerwehrdienst wurden Benedikt Kremer und Stefan Petterich geehrt. Bereits seit 20 Jahren leisten Dirk Dümlein, Matthias Eberlein und André Grothues aktiven Feuerwehrdienst und seit 30 Jahren Harald Metzner. Sie wurden mit Ehrennadeln und Urkunden ausgezeichnet, zusätzlich überreichte ihnen der Kommandant die ent- sprechenden Armabzeichen. Dritter Bürgermeister Manfred Hofmann dankte den Wehrleuten auch im Namen der ersten Bürgermeisterin Christine Frieß, für ihren Einsatz, sie haben „Enormes im Ehrenamt für ihre Mitbürger leisten“ anerkannte er ihre Verdienste um die Allgemeinheit.  Kreisbrandmeister (KBM) Thilo Kraus übermittelte die Grüße der Kreis- führung und hob die gute Zusammenarbeit mit der FF Burgkunstadt hervor. Seit mehr als 35 Jahren ist eine Drehleiter des Landkreises Lichtenfels in Burgkuntadt stationiert und auch die Atemschutzübungsanlage des Land- kreises ist schon seit mehr als 25 Jahren hier beheimatet, Wir wissen die gute Wartung des Fahrzeugs und die Ausbildung der Kameraden in der landkreiseigenen Ausbildungsanlage sehr zu schätzen. Der KBM ging auf die Feuerwehrbedarfsplanung ein, die in naher Zukunft in den Gremien der Stadt- und Gemeinderäte durch die entsprechenden Beschlüsse zum Abschluss kommen soll. Mit den zu bildenden Alarmierungseinheiten und der entsprechenden technischen Ausstattung soll der Feuerschutz auch tagsüber zukunftsträchtig aufgestellt sein. Für die Verkehrssicherung bei den kirchlichen Feiern und die Teilnahme an den Gottesdiensten bedankte sich Pfarrer P. Kosma herzlich und wünschte den Feuerleuten allzeit eine gesunde Rückkehr von ihren gefährlichen Einsätzen. Obermain Tagblatt: Ingrid Kohles >> zurück >>