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Alarmierung und Funktechnik
Wie erfährt eigentlich ein Feuerwehrmann, dass es brennt? Da wir eine Freiwillige Feuerwehr sind, halten wir uns in der Regel nicht den ganzen Tag im Feuerwehrhaus auf. Geht nun ein Notruf bei der Integrierten Leitstelle Coburg ein, bei der die Feuerwehr oder eine andere Rettungsorganisation benötigt wird, löst der Disponent einen Alarm für das entsprechende Rettungsmittel aus. Die Alarmierung der Feuerwehrleute in der Stützpunktfeuerwehr Burgkunstadt erfolgt mit einem “Stillen Alarm”. Jeder Feuerwehr- mann/frau hat einen Funkmeldeempfänger (FME), den er immer bei sich trägt (z.B. bei der Arbeit oder Nachts neben dem Bett). Folgende Funkmeldeempfänger sind in Stadtgebiet im Einsatz: Swissphone Typ Quattro 95/96, Mi, XL, XLi Motorola Typ BMD Unsere Ortsfeuerwehren werden über die Sirenen alarmiert. Nach einem Klick auf die Sirenenbilder, erhalten Sie weitere wissens- werte Informationen über die Sirenen- alarmierung. Zusätzlich erhalten alle Feuerwehrfrauen- und männer in den Ortswehren bei jeden Alarm eine SMS auf ihr Handy. Kommunikation Während eines Einsatzes ist ein Informationsaustausch zwischen den Feuerwehrleuten sehr wichtig. In jedem Feuerwehrfahrzeug befinden sich daher fest verbaute Funkgeräte und mobile Handfunkgeräte. Bis voraussichtlich Mitte 2016 kommunizieren die Feuerwehren im Landkreis Lichtenfels noch analog im 2m und 4m Bereich. Danach wird auf Digitalfunk umgestellt. Die Umstellung auf digitale Alarmierung der FME wird ca. 2018 durchgeführt.
Informationen zur Aktion
Warum wird auf Digitalfunk umgestellt und was ist das besondere daran? Die digitale Technik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzu- denken: Ohne sie blieben unsere Handys, Radios und Fernseh- geräte still und wir hätten kein Internet. Für die Einsatzkräfte in Bayern sind bislang - je nach Region - parallel bis zu sechs von- einander unabhängige analoge Funknetze in Gebrauch. Der Analogfunk ist in den vergangenen Jahrzehnten immer stör- anfälliger geworden. Er ist ein technisches Auslaufmodell, sein technisches Entwicklungspotential ist ausgereizt. Mit dem Digitalfunk wird kein zusätzliches Mobilfunknetz aufgebaut, sondern die veralteten analogen Funksysteme werden durch ein gemeinsames und flächendeckendes digitales Funknetz ersetzt. Die sogenannten BOS- Mitglieder (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) zu denen auch die Feuerwehr gehört, haben gegenüber der veralteten analogen Technik viele Vorteile: bessere Sprachqualität, Abhörsicherheit, Übermittlung von Daten, zusammenschalten mehrerer Funkgeräte zu einer Gruppe, Notruf, GPS-Ortung, uvm. Die Geräte können im Netzmodus (TMO = Trunked Mode Operation) und Direktmodus (DMO = Direct Mode Operation) betrieben werden. Das wichtigste jedoch für unsere Bürgerinnen und Bürger: Noch bessere, schnellere und verlässlichere Hilfeleistung in Notlagen. Bevor die neuen Funkgeräte angeschafft wurden, haben die Landkreise Lichtenfels, Kronach, Coburg und Stadt Coburg eine gemeinsame Ausschreibung durchgeführt, um somit bessere Preise zu erzielen. Damit die Kommunen nicht die ganzen Kosten tragen müssen, beteiligt sich der Staat Bayern mit 80% an den Investitionen. Die Einbaukosten in den Fahrzeugen werden nicht bezuschusst. Handfunkgeräte (HRT = Handheld Radio Terminal) Sepura STP9000 Die Bedienung ist im Wesentlichen identisch mit den MRT, bis auf den Drehknopf an der Geräteoberseite.   Um die Reichweite im Direktbetrieb ohne Netzanbindung (DMO) zu erhöhen, können die Geräte teil- weise als sogenannte "Repeater" geschaltet werden. Dies ist insbesondere in Gebäuden von Vorteil.   Alle Digitalfunkgeräte verfügen über eine Notruftaste, die automatisch einen Notruf an die Leistelle bzw. die Gruppe sendet und die Sendetaste für eine bestimmte Zeit aktiviert. Zusätzlich kann der GPS-Standort des Notruf absetzenden Gerätes übermittelt werden.  Da jedes Gerät außerem über eine eigene, fest zugewiesene Kennung verfügt, kann das absendende Geräte schnell lokalisiert werden. Feuerwehr Michelau Fahrzeugfunkgeräte (MRT = Mobile Radio Terminal) Sepura SRG3900 mit abgesetztem Bedienteil HBC 2   Die Bedienung der Digitalfunkgeräte, ob Einbau oder tragbar, ist im wesentlichen identisch. Für die Einsatzkräfte bedeutet dies eine wesentliche Vereinfachung.   Anstatt der bisherigen Kanäle können im Digitalfunk "Gruppen" geschaltet werden. Künftig ist die Kommunikation von Fahrzeug- und Handfunkgeräten miteinander uneingeschränkt möglich, vorausgesetzt es ist die jeweils gleiche Gruppe geschaltet und die Geräte befinden sich in Netz- (TMO-Betrieb) bzw. in gegenseitiger Reichweite (DMO-Betrieb).   Die MRT können teilweise im sogenannten Gateway-Betrieb eingesetzt werden, um Geräte, die sich im DMO-Betrieb befinden, in den Netzbetrieb überleiten zu können. Feuerwehr Michelau