Copyright by Freiwillige Feuerwehr Burgkunstadt
Atemschutztechnik Bei einem Brand entstehen starke Atemgifte, die binnen weniger Minuten schwere bis tödliche Verletzungen verursachen. Viele Feuerwehren sind deshalb mit Atemschutzgeräten ausgestattet, die den Einsatzkräften eine komplett eigenständige Luftversorgung ermöglicht. Die Luft stammt aus tragbaren Pressluftflaschen auf dem Rücken, über den Lungenautomat wird die Atemluft dosiert in die Atemschutzmaske geleitet. Diese Maske liegt eng auf der Haut auf und lässt keine Brandgase hindurch. Der Luftdruck (Inhalt) einer Pressluftflasche beträgt ca. 300 bzw. 200 bar und reicht etwa 20 bis 35 Minuten. Die Atemschutzgeräteträger müssen in Brandeinsätzen und bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern oft in unmittelbarer Nähe der Gefahr tätig sein. Wer diese Aufgaben übernehmen möchte, muss körperlich und mental topfit sein. Das Tragen der zusätzlich rund 16 Kilo- gramm schweren Atemschutzausrüstung erfordert viel Kraft, das mögliche Arbeiten direkt im Feuer, bei starkem Lärm, großer Hitze und gelegentlich nahezu vollständiger Dunkelheit oder Orientierungslosigkeit (im dichten Qualm) ist ein hoher Stressfaktor. Um die Ausbildung zum Umgang und Gebrauch der Atemschutzgeräte effektiv durchzuführen und Einsatzrealistische Wiederholungsübungen gestalten zu können, gibt es die so genannten Atemschutzübungsanlagen bzw. Atemschutzstrecken. Nicht jeder Feuerwehrmann ist für den Atemschutzeinsatz geeignet. Zunächst entscheidet die ärztliche Vorsorgeuntersuchung ("G 26.3") über die medizinische Tauglichkeit jedes Anwärters. Ist diese ohne Einschränkungen ausgestellt folgt eine 25-Stündige Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger. Hier wird der Umgang mit den Geräten geschult und die Lehrgangs- teilnehmer werden auf die Atemschutzeinsatzsituationen vorbereitet (siehe auch Atemschutzübungsanlage). Die Atemschutzgeräte sind ein Hilfsmittel und ein wichtiges Schutzinstrument unserer Feuerwehren. Mit ihnen konnten schon vielmals Menschenleben gerettet werden, Unfälle verhindert und Sachwerte geschützt werden. Bei der Abwehr und Bekämpfung von Brand- und sonstigen Schäden ist der Einsatz von Atemschutzgeräten oft zwingend notwendig.
Informationen zur Aktion